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Blutzuckerspiegel
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Blutzuckerspiegel : Unter dem Blutzucker versteht man im allgemeinen die Höhe des Glucoseanteils (Glucosespiegel) im Blut. Der Blutzuckerwert ist ein wichtiger Messwert in der Medizin. Ist er dauerhaft erhöht, liegt in der Regel ein Diabetes vor. Unterzucker kann die Hirnleistung vermindern, Krampfanfälle oder eine vermehrte Adrenalinausschüttung verursachen. Der Blutzucker wird aus einer Blutprobe in der Regel aus Kapillarblut gemessen. Als Maßeinheit ist mg/dl (Milligramm pro Deziliter) in Deutschland und vielen europäischen Ländern verbreitet, während mmol/l (Millimol pro Liter) größtenteils in den USA, aber auch in Frankreich, gebräuchlich ist. Die meisten aktuellen Messgeräte können allerdings das Ergebnis wahlweise in mg/dl oder ind mmol/l anzeigen. Der Blutzuckerspiegel kann heute mit kleinen Messgeräten sehr schnell bestimmt werden. Eine Abschätzung ist mit Blutzuckerteststreifen möglich. Beim Menschen betragen die Normalwerte nüchtern: 3,9 - 6,1 mmol/l, entsprechend 70 - 110 mg/dl nach dem Frühstück: bis maximal 8,9 mmol/l, entsprechend 160 mg/dl Werte > 8,9 mmol/l lassen auf eine gestörte Glucosetoleranz oder gar auf einen Typ II-Diabetes schließen! Im Rahmen einer Wundbehandlung führen solche Werte zu einer deutlich verlängerten / gestörten Wundheilung und werden gegebenenfalls zur Unterstützung der Heilung mit Insulin behandelt. Eine Stunde nach der Nahrungsaufnahme sollte der Wert wieder dem Nüchternwert entsprechen Bei den Blutzuckermessgeräten, die heute in Apotheken zur Selbstkontrolle zu kaufen sind, haben sich im wesentlichen 2 Messmethoden etabliert: Bei der optischen Messung wird das Blut im Teststreifen über eine Kapillare zu einem von außen sichtbaren Testfeld eingesogen. Dort sind verschiedene chemische Stoffe eingelagert, die mit dem Blut reagieren, was zu einer Farbänderung des Testfeldes führt. Diese Farbänderung wird vom Messgerät erfasst und aus der Dauer und Stärke der Änderung der Blutzuckerwert bestimmt. Bei der amperometrischen Messung wird das Blut im Teststreifen über eine Kapillare zu einem von außen nicht sichtbaren Testfeld eingesogen. Im Testfeld hat das Blut Kontakt zu verschiedenen elektrischen Leitungen. Das Messgerät legt an diese Kontakte eine definierte elektrische Spannung und misst im Zeitverlauf die Stromstärke, die durch das Blut geleitet wird. Aus dem Stromstärken-Verlauf bestimmt das Gerät dann den Blutzuckerwert. Der Blutzuckerspiegel wird durch das Wechselspiel zweier Peptidhormone der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) reguliert. Diese Drüse enthält in ihren a- und ß-Zellen Blutzucker-Sensorsysteme, die wie folgt ansprechen: bei Abfall des Zuckerspiegels im Blut (\"Hungersignal\") wird Glucagon sezerniert. Dieses Hormon aktiviert in der Leber die Glykogen-Phosphorylase (GP), welche den Abbau von Glykogen zu Glucose einleitet (kataboler Ast); bei Anstieg des Blutzuckerspiegels wird Insulin sezerniert, das besonders in der Leber eine Serie Glucose-verbrauchender Reaktionen initiiert (anaboler Ast). Von zentraler Bedeutung ist hier die Aktivierung der Glykogen-Synthase (GS), die den Glucose-Überschuss zum Aufbau des Energiespeichers Glykogen (\"tierische Stärke\") nutzt. Glykogenab- und -aufbau sind über die Phosphorylierung der Schlüsselenzyme Glykogenphosphorylase (GP) und Glykogen-Synthase (GS) strikt gegenläufig reguliert, verlaufen also nie gleichzeitig. In Energiemangelsituationen werden beide Enzyme durch Kinasen phosphoryliert; dieser Vorgang stimuliert die Phosphorylase, hemmt aber die Synthase. Bei Glucose-Überschuss wird die Situation durch Wirkung von Phosphatasen in das Gegenteil verkehrt: Verlust der Phosphatreste inaktiviert GP, aktiviert aber GS. Sowohl das Glucagon- als auch das Insulinsignal werden über Signalkaskaden verstärkt. Im Zentrum beider Signalwege stehen Proteinkinasen: jede Kinase phosphoryliert mehrere Moleküle einer nachgeschalteten Kinase (Kaskadenprinzip). Im Fall des Glucagons wird ein G-Protein-abhängiger Rezeptor (7TM, Sieben-Transmembran-Helix Typ) angesteuert. Über das G-Protein wird Adenylatcyclase aktiviert, ein Enzym, das den second messenger cAMP produziert. Hierdurch wird die Proteinkinase A (PKA)-Kaskade initiiert, an deren Ende die Glykogen-Phosphorylase (GP) steht. Diese setzt Glucose-1-phosphat (G-1P), eine Vorstufe der Glucose, frei. Im Fall des Insulins wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert. Auf dem Wege einer komplexen Signaltransduktion wird hier über die Schlüssel-Kinase raf (´ras-activated factor´) die Aktivierung der MAP-Kinase-Kaskade (MAP, Mitogen-aktivierte Protein Kinase) initiiert. An deren Ende steht die Insulin-stimulierte Proteinkinase (ISPK), die im phosphorylierten Zustand eine Protein-Phosphatase (PP1G) phosphoryliert und damit aktiviert. Letztere dephosphoryliert (aktiviert) die Glykogen-Synthase (GS). Die Bestimmung des Blutzuckerspiegels ist nicht schwer. Dazu ist nur ein winziger Tropfen Kapillarblut, der meistens aus der Fingerkuppe oder dem Blutzuckerspiegel Ohrläppchen entnommen wird, notwendig. Diese Methode wird mit elektronischen Meßgeräten vorgenommen. Sie ist sehr einfach und wird von Blutzuckerspiegel Diabetikern zu Selbstkontrolle angewandt. Der kleine Blutstropfen wird auf einen Glukosestreifen gegeben, der dann in das Gerät gelegt wird. Weil die Blutzuckerspiegel Nahrungsaufnahme den Blutzuckerspiegel stark beeinflußt, sollte der Blutzuckerspiegel nüchtern (12 Stunden nach der letzten Mahlzeit) gemessen Blutzuckerspiegel werden. Der zeitliche Abstand zur letzten Mahlzeit ist sehr wichtig. Bei kohlenhydratreichem Essen, z. B. Nudeln, können Blutzuckerwerte bis zu 220 mg/dl Blutzuckerspiegel gefunden werden. Trotzdem ist der Betreffende nicht zuckerkrank. Ein nüchtern gemessener Blutzuckerwert von 100 - 120 mg/dl gilt als Blutzuckerspiegel Grenzbereich, über 120 mg/dl wird von einem diabetischen Blutzuckerwert gesprochen. Wird mehrfach ein Wert über 120 mg/dl gemessen, so ist der Betroffene zuckerkrank. Nur, wer einen Blutzuckerspiegel Blutzuckerwert unter 110 mg/dl hat, gilt als Nichtdiabetiker. Diese Werte sind vor allem deshalb so niedrig angesetzt, weil insbesondere beim Typ-2 Blutzuckerspiegel Diabetes die Diagnose häufig erst nach Jahren gestellt wird. In dieser Zeitspanne, in der der Diabetes unbehandelt blieb, haben sich häufig schon Folgeschäden entwickelt. Je früher die Blutzuckerwerte auf einen normalen Wert eingestellt werden, desto geringer ist die Blutzuckerspiegel Gefahr für Folgeschäden. Was ist der Blutzuckerwert? Der Blutzuckerwert bezeichnet die Konzentration an gelöstem Traubenzucker (Glukose) im Blutzuckerspiegel Blut. Diese Form des Zuckers stellt die Energieversorgung der Zellen sicher. Unter Einwirkung von Insulin gelangt Glukose aus der Blutbahn in die Blutzuckerspiegel Zelle. In einer Kette von chemischen Reaktionen gewinnt sie daraus Energie. Ohne Insulin kann die Glukose nicht richtig in die Zellen eindringen und Blutzuckerspiegel bleibt deshalb im Blut. Die Folge ist ein zu hoher Zuckerwert im Blut, während die Zellen dringend Glukose brauchen. Dieser Zustand wird als Blutzuckerspiegel Überzucker (Hyperglykämie) bezeichnet. Umgekehrt kann es durch zu viel Insulin oder bei Stoffwechselfehlfunktionen zum Unterzucker. Im Rahmen Blutzuckerspiegel eines Blutzuckertagesprofil wird drei- bis sechsmal täglich eine Blutzuckermessung durchgeführt. So lässt sich die Reaktion des Blutzuckerspiegels Blutzuckerspiegel auf die Nahrungszufuhr bestimmen. Bei einem oralen Glukose-Toleranz-Test (OGTT) trinkt der Patient eine definierte Menge an Glukose; nach zwei Blutzuckerspiegel Stunden erfolgt eine Blutzuckermessung. Der Blutzuckerwert wird gewöhnlich aus dem Kapillarblut bestimmt. Das Kapillarblut wird durch einen Stich Blutzuckerspiegel in den Finger oder das Ohrläppchen gewonnen. Es gibt moderne, sehr kleine und preiswerte Geräte, bei denen der gewonnene Blutstropfen nur auf Blutzuckerspiegel eine kleine Messfläche aufgetragen wird. Im Krankenhaus kann aus einer ohnehin entnommenen Blutprobe im Labor gleich der venöse Blutzuckerwert Blutzuckerspiegel mit bestimmt werden. Überdosierung des Insulins während der Diabetes mellitus Therapie Überproduktion von Insulin bei Erkrankungen der Blutzuckerspiegel Bauchspeicheldrüse Störungen des Hormonhaushalts durch Unterfunktion der Hypophyse oder der Schilddrüse Morbus Addison Nach übermäßiger Blutzuckerspiegel körperlicher Arbeit ohne ausreichende Nahrungszufuhr Mangelernährung, zum Beispiel beim Alkoholiker oder nach übermäßigem Fasten Blutzuckerspiegel Funktionsstörungen der Leber, z.B. Leberzirrhose und Hepatitis Alkoholgenuss auf nüchternen Magen. Entzündung der Bauchspeicheldrüse Blutzuckerspiegel (Pankreatitis) Tumoren an der Bauchspeicheldrüse Als Nebenwirkung bestimmter Medikamente. Wenn der Zuckergehalt des Blutes unter einen Blutzuckerspiegel festgesetzten Grenzwert (45 mg/dl oder 2,5 mmol/l) fällt, spricht man von Unterzucker (Hypoglykämie). Wichtige Organe werden dann nicht mehr mit Blutzuckerspiegel einer ausreichenden Menge Glukose versorgt. Dieser Mangelzustand kündigt sich mit Heißhunger an und verschwindet nach der Einnahme von Blutzuckerspiegel Zucker in der Regel nach rund zehn Minuten wieder. Unterzucker ist keine selbständige Krankheit, sondern ein Zustand, der von vielen verschiedenen Blutzuckerspiegel Grunderkrankungen ausgelöst werden kann. Kohlenhydrate sind wesentliche Bestandteile unserer Nahrung. Der Körper nimmt sie nur dann auf, wenn Blutzuckerspiegel sie in kleinste Teilchen gespalten sind. Kohlenhydrate werden daher im Magen und im Darm zu Glucose, einem Zuckerteilchen, abgebaut. Die Blutzuckerspiegel Zuckerteilchen gehen vom Darm in das Blut über. Dadurch steigt der. Das Blut transportiert die Teilchen zu den Geweben, die Energie benötigen, Blutzuckerspiegel denn Zucker ist für den Körper Energie. Damit die Gewebezellen den Zucker aus dem Blut aufnehmen können, brauchen sie einen Helfer - das Insulin Blutzuckerspiegel Hormon. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und gespeichert. Die Drüse gibt das Hormon in das Blut ab, wenn sie durch den steigenden Blutzuckerspiegel dazu gereizt wird. Insulin ermöglicht den Gewebezellen, den Zucker aufzunehmen. Folglich sinkt der Blutzuckerspiegel wieder. Damit er nicht zu weit sinkt, hat Insulin einen Gegenspieler, das Hormon Glucagon. Es fördert bei Bedarf die Neubildung von Glucose in der Leber und setzt Glucose aus dem Blutzuckerspiegel Lebergewebe frei. Auch das Hormon Kortison greift regulierend in den Blutzuckerspiegel ein. Es wandelt wenn nötig Eiweißstoffe in Glucose um. Blutzuckerspiegel Dieser Regelmechanismus hält den Blutzuckerspiegel annähernd konstant. Bei Unterzucker ist dieses Regelsystem gestört. Die Ursachen dafür können sehr unterschiedlich sein. Meistens liegt entweder zuviel Insulin vor oder zuwenig Glucose: Welche Beschwerden treten bei Unterzucker auf? Da dem Körper Blutzuckerspiegel Energie fehlt, signalisiert er Heißhunger. Man wird unruhig und zittert, die Haut ist blass und schweißig. Innerhalb weniger Minuten kann sich ein lebensgefährlicher Unterzucker-Schock entwickeln mit Bewusstseinstrübungen und Lähmungen bis zum Koma. Wie wird die Diagnose gestellt? Die Diagnose ist leicht zu stellen: Die typischen Anzeichen geben dem Arzt einen ersten Hinweis. Mit einem Blutzuckermessgerät stellt man den exakten Blutzuckerwert fest. Liegt er unter 45 mg/dl oder 2,5 mmol/l spricht man von Unterzucker. Wie wird Unterzucker behandelt? Wichtig ist es, die Ursache für die Unterzuckerzustände herauszufinden und zu behandeln. Denn Ziel ist, dass solche Zustände erst gar nicht mehr auftreten, da sie lebensgefährlich sein können. Treten sie trotzdem auf, gibt es zwei Blutzuckerspiegel Möglichkeiten: Leichten Unterzucker bemerkt der Patient in der Regel selbst und kann entsprechend reagieren. Meistens helfen ein bis zwei Stücke (10-20 Gramm) Glucose, auch Traubenzucker genannt oder ein Glas Fruchtsaft. Nach wenigen Minuten bilden sich die Anzeichen wieder zurück. Bei Zweifeln gilt: Blutzuckerspiegel Lieber zuviel als zuwenig einnehmen, denn kurzfristige hohe Blutzuckerspiegel haben keinen Nachteil, zu niedrige Werte können lebensgefährlich sein. Schwerer Unterzucker (hypoglykämischer Schock) mit Bewusstseinsstörungen und Lähmungen wird vom Patienten oft nicht bemerkt. Er benötigt sofort notärztliche Hilfe. Angehörige können versuchen dem Patienten, bevor er bewusstlos wird, eine Traubenzucker-Lösung einzuflößen. Ist er nicht mehr ansprechbar, hilft am schnellsten eine Spritze mit dem Hormon Glucagon, das die nötige Glucose aus den Körperspeichern ins Blut befördert. Den Umgang mit der Spritze für den Notfall müssen Angehörige sicher beherrschen. Lassen Sie sich vom Arzt entsprechend schulen. Wie können Sie Unterzucker vorbeugen Wer häufig an Unterzucker leidet, Blutzuckerspiegel sollte seinen Blutzuckerwert regelmäßig messen und lieber mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen, als wenige große. Blutzuckerspiegel
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